Oberstufenkonzept

Die Oberstufe beginnt mit dem siebten und endet mit dem neunten Schulbesuchsjahr.

Jede Klasse ist ausgestattet mit einem Klassenraum und einem angrenzenden Kursraum.

Zwei pädagogische Fachkräfte und ein Förderschullehrer unterrichten in der Klasse, wobei die Klassenleitung einer der pädagogischen Fachkräfte obliegt.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Oberstufe liegen in der Erweiterung der Selbstständigkeit, aufbauend auf die bisherigen Unterrichtsinhalte der vorhergehenden Stufen. Durch verschiedene Angebote können die Schüler ihr bereits Erlerntes in und außerhalb der Schule einsetzen und vertiefen.

Erfahrungsfelder zur Erweiterung der Selbstständigkeit und zur Förderung der sozialen Integration außerhalb der Schule können sein:

  • öffentliche Institutionen
  • Supermärkte und Wochenmärkte (reale Einkaufssituation)
  • Kulturangebote (Theater, Kino, Bücherei, Museum, Zoo, Phantasialand)
  • Freizeitangebote (HIBA, Lebenshilfe, Feuerwehr, Sportvereine)
  • Kontakt zu anderen Schulen
  • Restaurants (Einüben von angemessenem Verhalten in der Öffentlichkeit)

Aufgrund des Alters der Oberstufenschüler und ihrer beginnenden Pubertät ist die Sexualerziehung eines der zentralen Themen. Hier ist besonders die Körperpflege als Schwerpunkt hervorzuheben.

Die Kursangebote (Lesen, Schreiben, Rechnen) orientieren sich an den individuellen Lernvoraussetzungen der einzelnen Schüler. Schwerpunkt ist die Festigung und Erweiterung der bereits erworbenen Fähigkeiten und ihre Umsetzung im lebenspraktischen Bereich.

Erweitert wird das Unterrichtsspektrum durch die Fächer Werken und Hauswirtschaft. Hierbei werden erstmalig die Fachräume (Werkraum und Küche) regelmäßig als Unterrichtsort genutzt. Desweiteren wird der sachgerechte Umgang mit den entsprechenden Werkzeugen und Materialien (Holz, Metall und Ton) und den jeweiligen Küchengeräten geschult. Der Schulgarten steht hierfür zusätzlich als Lernort zur Verfügung.

Im Hinblick auf dei bevorstehende Arbeitswelt findet in der Oberstufe die Anbahnung eines kollegialen Miteinanders statt, in dem mehr Verantwortung übernommen werden darf, aber auch die Einordnung der eigenen Person in der Gruppe erwartet wird (Rollenverständnis).

Gemäß des Leitbildes "voneinander lernen - miteinander leben" wird auch in der Oberstufe regelmäßig eine Klassenfahrt zur Festigung und Erhaltung der Sozialbeziehungen durchgeführt.